Gerade im Winter sind unsere Vögel auf Hilfe angewiesen. Durch immer mehr Zivilisation und immer weniger Natur finden viele Vögel nicht ausreichend Nahrung. Vor allem im Winter wird es eng, wenn keine Insekten mehr umherfliegen und auch Samen kaum zu finden sind. Dann werden Futterstellen zu kleinen Oasen und ganz nebenbei zu einem Foto-Hotspot.
Meisen kommen als erste
Meisen fliegen das ganze Jahr von Ast zu Ast, suchen unter Blättern nach Insekten und kommen so in jede Ecke des Gartens. Sie sind meist als erstes an einer neu gefüllten Futterstelle. Da sie immer sehr hektisch unterwegs sind und von nahegelegenen Ästen anfliegen, werden bald andere Vögel darauf aufmerksam. Meisen treten oft in kleinen Gruppen auf. Dabei mischen sich durchaus auch die einzelnen Arten. Kohl- und Blaumeisen sind dabei am häufigsten anzutreffen. Aber auch die schönen Schwanzeisen sind zumindest in unserem Garten immer mit dabei. Aber auch die vorwitzigen Rotkelchen oder Amseln kommen schnell dazu und bedienen sich an den angebotenen Sonnenblumenkernen und Sämereien.
Futter ist nicht gleich Futter
Wir haben es schnell gemerkt – die kleinen Federbälle können durchaus Feinschmecker sein. Außerdem haben unterschiedliche Vogelarten andere Vorlieben, was die Präsentation und Darreichung des Futters angeht. Rotkehlchen und Amseln hängen sich nicht an die Meisenknödel. Sie fliegen in ein Futterhaus. Aber noch lieber fressen sie vom Boden. Deshalb streuen wir gerne auch immer etwas auf die Terrasse. Allerdings hat das einen gravierenden Nachteil: Es kommen auch Besucher, die nicht fliegen können und holen sich ihren Anteil.
Dabei hat gekochtes Essen hat im Garten nichts verloren (Ratten kommen dann gerne!) und auch Plastik sollte man tunlichst vermeiden. Deshalb gehören Meisenknödel auch nicht in Plastiknetze, sondern lose in spezielle Halter.
Meisenknödel sind nicht gleich Meisenknödel. Die Vögel im Garten zeigen sehr deutlich, welche Knödel ihnen schmecken und welche nicht. Letztere hängen Wochen in den Haltern und werden nicht angerührt. Andere müssen schon nach nicht ganz einer Woche wieder aufgefüllt werden. Sehr gut funktionieren die Knödel vom NABU. Aber auch die Premium-Meisenknödel von Dehner landen in Tests vorne. Wichtig ist, kein weiteres Mikroplastik in die Umwelt zu entlassen. Deshalb bitte Knödel ohne Netz kaufen! So verfangen sich auch die kleinen Krallen nicht. Gutes Futter wird durch viele Arten honoriert. So kommt auch gelegentlich der Buntspecht zu Besuch.
Sauberkeit schützt vor Infektionen
Die Vogelgrippe ist im Winter wieder in aller Munde. Sobald tote Vögel an der Futterstelle liegen, sofort das Füttern für mindestens drei Wochen einstellen! Besser ist Prävention. Deshalb sind die früher üblichen Vogelhäuschen eher unpraktisch. Viel besser sind geschlossene Futtersäulen, die in unterschiedlichen Varianten angeboten werden. Geschützt vor Vogelkot und Nässe und können sich unsere kleinen Federfreunde bedienen. Natürlich gehen so auch Halter für Nüsse und Knödel. Die sollte man dann nur gelegentlich reinigen.
Mit ein wenig Kreativität lässt sich auch altes Porzellan zu einem Futterplatz umfunktionieren.
Wasser nicht vergessen
Nicht nur Futter ist im Winter wichtig. Auch Wasser darf nicht vergessen werden.Gerade bei Frost finden Vögel kein Wasser! Sie nehmen gerne und regelmäßig Wasser aus Vogeltränken. Wenn die dann zugefroren sind, hilft heisses Wasser. Die Vögel danken es Euch.
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