Das Sigma 150-600 F5-6,3 DG OS HSM Contemporary im Kurztest

Mit der neune Kamera kommen nach und nach auch die verschiedenen Objektive dazu. Das ist in der Regel kein günstiges Unterfangen, denn die Dinger kosten einiges an Geld. Schön wäre es, wenn man das Wunschobjektiv zunächst ausgiebig testen kann, bevor man sich zum Kauf entscheidet. Über Grover kann man neben allerlei anderer Technik auch Objektive leihen. Ich habe mich für eine dreimonatige Leihe des Sigma 150-600 F5-6,3 DG OS HSM Contemporary entschieden.

Sigma 150-600 Contemporary oder Sports?

Glaubt man den zahlreichen Tests ist die Sport Ausführung des 150-600 Teles von Sigma um einiges besser. Bei Grover stand allerdings nur die einfachere Contemporary Variante zur Verfügung. Also habe ich diese mit Rabattcode für drei Monate gemietet und nur zwei Monate bezahlt. Die Abwicklung lief problemlos. Nach wenigen Tagen kam das Paket mit dem originalverpackten Objektiv und sämtlichem Zubehör ins Haus. Es sah nagelneu aus und nicht wie ein schon zuvor vermietetes Gerät. Mit seinen 1930 Gramm ist es schon ein ordentlicher Klopper. Die Sports-Ausführung wäre dabei mit 2860 Gramm nochmal um einiges schwerer. Also bin ich erstmal froh, dass es die leichtere Variante ist.

Das Objektiv im Einsatz

Zusammen mit meiner Nikon D750 machten wir uns auf in verschiedene Zoos, um einen ersten Eindruck vom Handling zu bekommen. Schnell war klar, dass Fotos aus der Hand bei vollem 600 mm Tele eher nicht gelingen. Nun sind im Januar die Lichtverhältnisse nicht immer optimal. Hoher ISO Wert, nicht allzu lichtstarkes Objektiv und dazu schwer – das ist eine Herausforderung. Dazu dann noch die Außentemperatur, die sich sehr schnell auf den Metallfuß des Sigma überträgt. Im Januar bekommt man da definitiv kalte Finger. Zum besseren Handling habe ich dann mein Einbeinstativ angeschraubt. Das hat zudem einen weichen Griff und isoliert etwas. Bei Außentemperaturen von knapp über Null ging es dann in den Naturzoo Rheine. Dieser Besuch brachte direkt das Titelbild für den Beitrag hier. Tierportraits aus größerer Entfernung gelingen mit diesem Objektiv wirklich gut. Dabei ist größere Entfernung durchaus relativ. Die Berberaffen waren in einem Freigehege unterwegs und wir standen etwa drei bis vier Meter weit entfernt. In ähnlicher Entfernung befand sich auch die Ente. Insgesamt macht das Objektiv einen sehr guten Eindruck.

Das Tamron 70-210 als Alternative

Zu meinen Standardobjektiven gehört für den Telezoom Bereich das Tamron 70-210 F/4 Di VC USD. Im Vergleich zum Sigma 150-600 ist es mit 850 Gramm ein richtiges Leichtgewicht. Es kann locker ohne Stativ bedient werden. Natürlich muss man um einiges näher an die Motive heran. Im Grünen Zoo Wuppertal ist das Portrait des Aras entstanden. Der interessierte sich allerdings auch sehr für die Kamera. Ich musste etwas zurück gehen, um überhaupt scharf stellen zu können. Ähnlich wie beim Sigma verschwimmt auch beim Tamron der Hintergrund schön und stellt das Motiv sehr gut frei.

Mein Fazit

Auch in der Contemporary Linie macht das Sigma 150-600 eine wirklich gute Figur. Die Fotos überzeugen. Ob die Sport Ausführung hier noch einmal eine Steigerung bringt, kann ich nicht beurteilen. Für meine Zwecke würde wohl die einfachere Ausführung ausreichen.
Aber lohnt sich die Anschaffung, wenn man schon über eine kleineres Tele verfügt? Hier bin ich eher geneigt, weiter auf mein Tamron zu setzen. Das ist weit weniger klobig, viel leichter und auch deutlich kleiner.

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